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Was macht Sicherungssysteme sicher?

03.09.2012 13:33

Der Zutritt zu Gebäuden und Fahrzeugen ohne Schlüssel ist technisch längst möglich, denn digitale und biometrische Authentifizierungsverfahren halten Einzug in moderne Schließsysteme. Doch wie sicher sind diese Systeme? Für die Sicherheit von mechatronischen Schließsystemen sind Verschlüsselungsverfahren, wie sie in der IT-Branche etabliert wurden, von zentraler Bedeutung. Werden zunehmend Transponder und biometrische Informationen wie Fingerabdrücke zur Identifizierung eingesetzt, steigen jedoch nicht nur Sicherheit und Komfort, sondern auch der Bedarf nach zuverlässigem Schutz persönlicher Daten. Insbesondere „digitale Spuren“, also Bewegungsprofile, die sich bei der Auswertung personenbezogener Zugangsdaten auch unbemerkt erstellen lassen, werden zur Herausforderung.


Am Schlüsselbund wird der Trend zu mechatronischen Authentifizierungssystemen sichtbar. Neben klassischen mechanischen Schlüsseln hängen dort immer mehr elektronische Schlüssel, sogenannte Transponder. Wissenschaftler am Institut für Sicherungssysteme erforschen, wie Schlüssel und Schlösser in Haus- und Autotüren noch sicherer und komfortabler werden können. Diese sogenannten mechatronischen Sicherungsysteme kommen beispielsweise überall dort zum Einsatz, wo sicher sein muss, dass Türen in Gebäuden und Fahrzeugen jederzeit nur von berechtigten Personen geöffnet und geschlossen werden können. Neue Lösungen, die sowohl die höchstmögliche Sicherheit von Zugängen gewährleisten, als auch den Benutzer und seine persönlichen Daten schützen, entwickeln die Forscher in enger Kooperation mit Unternehmen und weiteren Forschungseinrichtungen. Im Fokus dieser Verbundforschungs-projekte stehen deshalb die Erforschung neuer Methoden zur Bewertung von Sicherungssystemen und die Entwicklung neuer Technologien für die Schließindustrie.

Auch biometrische Zugangskontrollen kommen in Gebäuden immer häufiger zum Einsatz. Dabei wird beispielsweise statt eines herkömmlichen Schlüssels der persönliche Fingerabdruck oder das unverwechselbare Bild der Iris im menschlichen Auge zur Authentifizierung verwendet. Fingerlinien und Irismuster gelten als unverwechselbar und eignen sich deshalb gut zur Feststellung der Identität von Menschen. Biometrische Authentifizierungsmethoden spielen eine immer wichtigere Rolle bei der Sicherung von öffentlichen und privaten Gebäuden. „Die digitale Spur wird zum Sicherheitsthema der Zukunft, denn schon jetzt zeigt sich bei sozialen Netzwerken wie Facebook oder Myspace ein Trend zur umfassenden Archivierung von Nutzerprofilen für kommerzielle Zwecke. Die bei biometrischer Authentifizierung anfallenden personenbezogenen Daten schaffen Begehrlichkeiten, denn aus ihnen lassen sich Aktivitäts- und Bewegungsprofile erstellen. Nutzer werden den weitreichenden Einsatz biometrischer Authentifizierung nur akzeptieren, wenn Persönlichkeitsrechte gewahrt werden und die Verarbeitung personenbezogener Daten jederzeit transparent ist.“, erklärt Kai-Dietrich Wolf, Leiter des Instituts für Sicherungssysteme zu Beginn der Sicherheitsmesse Security 2010 in Essen. Deshalb stellen die neuen Authentifizierungstechniken auch neue Anforderungen an die Sicherheit der Informationstechnologie.

Kennzeichnend für den technologischen Wandel in der Schließindustrie ist, dass klassische mechanische Komponenten zunehmend mit elektronischen Bausteinen zu mechatronischen Systemen zusammengesetzt werden. Diese nutzen beispielsweise biometrische Verfahren oder Transponder für die Zugangsberechtigung. Für Sicherheitsforscher ist die Frage „Wie sicher ist das?“ eine wissenschaftliche Herausforderung, denn überall wo Zugänge verriegelt werden müssen, gilt es ein Sicherungssystem einzusetzen, das den neuesten Stand der Technik mit den Kundenbedürfnissen vereint und dabei den Schutz von persönlichen Daten sicher stellt. Die technologische Entwicklung und Bewertung von innovativen Sicherungssystemen erfordert deshalb neue Erkenntnisse aus Forschungs- und Technologiefeldern wie Mechatronik, Informations- und Kommunikationstechnologien, Mikrosystem- und Sicherheitstechnik, Werkstofftechnologien, optischen Technologien sowie zukünftigen Schlüsseltechnologien.

 


Kontakt

Institut für Sicherungssysteme

Bergische Universität Wuppertal
Institut für Sicherungssysteme (ISS)
Talstr. 71
42551 Velbert

T: 02051/93322-0
F: 02051/93322-29

info(at)iss.uni-wuppertal.de


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