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HARMONISE - Holistic Approach to Resilience and Systematic Actions to Make Large Scale Urban Built Infrastructure Secure

Städte sind äußerst komplexe Systeme, deren Versorgungsinfrastrukturen und Verkehrsknotenpunkte als besonders verwundbar gegenüber inneren und äußeren Bedrohungen gelten. Die besondere Vulnerabilität der Stadt ergibt sich aus den katastrophalen Folgen, die unvorhergesehene Ereignisse in diesem Rahmen zeitigen können. Bereits kleinere Störungen können Kaskaden-Effekte auslösen und Schäden katastrophalen Ausmaßes verursachen. Diesbezüglich eröffnet Resilienz den Kommunen die Möglichkeit, Maßnahmen in ihrem Zuständigkeitsbereich zu ergreifen, die vorausschauend Ressourcen sichern, Infrastrukturen vorhalten und Strukturen bewahren bzw. schaffen, die robust genug sind, um die zukünftige städtische Entwicklung trotz krisenhafter Phänomene gewährleisten zu können. Die Komplexität städtischer Gebilde verlangt nach einem ganzheitlich ausgerichteten Konzept urbaner Resilienz, das im Rahmen des Projekts entwickelt und in verschiedenen Fallstudien (Bilbao/E, Dublin/IRL, Genua/I, London/GB, Tampere/FIN) erprobt werden soll. Ziel ist es, eine elektronische Plattform zu entwickeln, die es den Kommunen erlaubt, resilienzbasierte Strategien der Infrastrukturgestaltung systematisch in den Planungsprozess zu integrieren.

Arbeitsplan

Zunächst wird dazu der Forschungstand erhoben und ein interdisziplinäres Verständnis urbaner Resilienz entwickelt, um Risiken und Verwundbarkeiten städtischer Infrastrukturen vergleichend analysieren und quantifizieren zu können. Der BUW obliegt in diesem Kontext die Befragung professioneller Akteure aus den Bereichen Politik, Stadtplanung, Architektur, Polizei, Feuerwehr etc., deren Begriffsverständnis und Einschätzung der öffentlichen Wahrnehmung von (Un-)Sicherheit erhoben werden sollen. Im Mittelpunkt der Befragung stehen Aspekte des Datenschutzes und der Akzeptanz von technologischen Sicherheitsmaßnahmen, die bei der Entwicklung der HARMONISE-Plattform Berücksichtigung finden werden. Fraglich ist etwa, ob resilienzbasierte Strategien der Herstellung objektivierter Sicherheit auch zu einem Mehr subjektiv perzipierter Sicherheit führen (Sicherheitserwartung) und wie städtische Infrastrukturen aus einer Resilienzperspektive im Idealfall gestaltet sein sollten, damit möglichst viele Menschen diese akzeptieren und von ihnen profitieren können (Leistungserwartung).

Im Anschluss an lokale Vulnerabilitätsanalysen wird die Plattform in mehreren Fallstudien eingesetzt und auf diese Weise erprobt . In den jeweiligen Projektstädten befinden sich größere Infrastrukturprojekte in der Planung bzw. Umsetzung, für welche resilienzbasierte Strategien in der Praxis nutzbar gemacht werden sollen. Im Rahmen einer anschließenden Evaluation wird neben der technischen Erfolgskontrolle auch der Einfluss gesellschaftlicher Faktoren auf die Effektivität der Plattform untersucht. Zugleich soll die Frage beantwortet werden, inwieweit das Konzept der urbanen auf andere Infrastruktureinrichtungen und situative Kontexte übertragbar erscheint.

Veröffentlichungen

Lukas, Tim: The Governace of Crime in the Risk Society. From "Designing Out Crime" to "Built-In Resilience". In: Palidda, Salvatore (Ed.), Governance of Security and Ignored Insecurities in Contemporary Europe. London, Ashgate, 2016, S. 81-91.

Lukas, Tim: Urban Resilience. A new paradigm of crime prevention through urban planning? In: SIAK International Edition, 5, 2015, S. 16-26.

Lukas, Tim: Sicherheit in der Stadt - Urbane Resilienz als Paradigma der städtebaulichen Kriminalprävention? In: Hoch, H. / Zoche, P. (Hrsg.), Sicherheiten und Unsicherheiten. Soziologische Beiträge. Münster, LIT, 2014, S. 91-110.

Lukas, Tim: Urbane Resilienz. Ein neues Paradigma in der städtebaulichen Kriminalprävention? In: SIAK Journal, 1, 2014, S. 4-15.

Lukas, Tim: Kriminalpolitik in der Risikogesellschaft. In: Festag, S. (Hrsg.): Umgang mit Risiken. Qualifizierung und Quantifizierung, Berlin, Beuth, 2013, S. 81-94.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Projekt können Sie hier abrufen. Die Pressemeldung zur Auftaktveranstaltung finden Sie hier.

Laufzeit

06/2013 - 05/2016

Förderung

Das Projekt wurde gefördert mit Mitteln der Europäischen Kommission (EU-FP7 Security Call 5).

Kontakt

Dr. Tim Lukas | Dr. Dominic Kudlacek

Kontakt

Institut für Sicherungssysteme

Bergische Universität Wuppertal
Institut für Sicherungssysteme (ISS)
Talstr. 71
42551 Velbert

T: 02051/93322-0
F: 02051/93322-29

info(at)iss.uni-wuppertal.de

Seventh Framework Programme (FP7)
Das Projekt wurde gefördert im 7. Rahmenprogramm der Europäischen Union (EU-FP7 Security Call 5)

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